Bau der neuen Ortsumgehung Lobenstein-Ebersdorf in Gang
Symbolischer Spatenstich für das erste große Brückenbauwerk.
Für die Ortsumgehung Lobenstein-Ebersdorf erfolgte gestern
der symbolische erste Spatenstich. Als erstes entsteht ein Brückenbauwerk
der neuen Trasse, welche die Landstraße zwischen der Kreuzung
Lobenstein/Eliasbrunn und dem Ort Schönbrunn überspannt.
"Beim letzten Besuch haben noch einige Schilder gestanden",
erinnerte sich Roland Richwien, Staatssekretär im Thüringer
Wirtschaftsministerium, an die Proteste in Birkenhügel, als
er im Februar dieses Jahres zum ersten Spatenstich für die
Ortsumgehung Blankenberg anreiste. Gestern blieben derartige Proteste
aus. Trotzdem ist dem Staatssekretär natürlich die Bedeutung
der Umgehungsstraße bewusst: "Sie ist nicht nur wichtig
für die ansässige Industrie, sondern auch für die
Bewohner, die hier eine Entlastung erfahren." Zum Thema Industrie
schob Richwien noch einige Zahlen nach. Demzufolge seien im ersten
Quartal dieses Jahres in Thüringen das Industriewachstum um
2,5 Prozent sowie der Umsatz in der Industrie um 6,5 Prozent gestiegen.
Damit werde belegt, dass die Entscheidungen für Industriestandorte
wichtig und richtig gewesen seien.
Neue Wachstumschancen für die Industrie erhofft sich CDU-Landtagsabgeordneter
Siegfried Wetzel, der zum gestrigen Anlass ausdrücklich den
Bürgerinitiativen dankte, die sich für den Bau der Umgehungsstraßen
mit stark gemacht hatten. "Wo Arbeitsplätze sind, wohnen
Menschen", philosophierte Wetzel, "und wo Menschen leben,
ist Infrastruktur." In diesem Sinne wachse die Region und
kenne keinen Stillstand.
"Unendlich dankbar" war der Präsident des Thüringer
Landesverwaltungsamtes, Peter Stephan, all jenen, die "wohlwissend
der miserablen Infrastruktur den Mut zu Industrieansiedlungen hatten".
Es mache keinen Sinn, verdeutlichte Stephan seine Auffassung, zunächst
Straßen zu bauen, wenn dann womöglich keine Investoren
kommen und kaum noch Menschen in der Region leben würden.
Damit wehrte er sich gegen jene Kritiker, die einen Gleichklang
zwischen gut funktionierender Infrastruktur und Neuansiedlung von
Industriestandorten fordern.
26.05.2004
Von OTZ-Redakteur Peter Hagen Lobenstein.
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