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Episoden und Fakten aus der Zeit der Kreisgebietsreform

Podiumsdiskussion der CDU zu 10 Jahren Landkreis Saale-Orla

Zehn Jahre Saale-Orla-Kreis waren für den CDU-Kreisverband Anlass, in einer Podiumsdiskussion an die Zusammenführung der Kreise Lobenstein, Schleiz und Pößneck zu erinnern.

Nette Episoden, ernsthafte Fakten aus dem Hintergrund, selbstkritische Wertungen und optimistische Ausblicke gab es Freitagabend im "Neuen Schloss" von Lobenstein, wo neben den "Vereinigungs-Landräten" Norbert Hetterle, Walter Peter und Peter Stephan auch die Landtagsabgeordneten Siegfried Wetzel und Gottfried Schugens, der langjährige Kreistagsfraktionschef Thomas Fügmann, der ehemalige CDU-Kreisvorsitzende Dieter Wolf sowie der 1. Beigeordnete Siegfried Schmieder dem Moderator Stefan Gruhner, Kreisgeschäftsführer der Jungen Union, Rede und Antwort standen.

"Wir hatten alle eine große Erwartungshaltung und ich glaubte, dass die Euphorie lange anhält", blickte Walter Peter auf seine Zeit als Landrat in Pößneck zurück und betonte, "es wäre gut, wenn wir diesen Schwung wieder finden würden - auch in der CDU". Die Aufgaben beim Neuaufbau der Verwaltung seien damals riesig und ohne die Hilfe aus den alten Bundesländern - genannt wurde speziell der Partnerlandkreis Neuburg-Schrobenhausen - weitaus schwerer zu lösen gewesen.

Tiefe Einblicke gewährte Norbert Hetterle in seine guten Zeiten und schlechten Zeiten als Lobensteiner Landrat. Bei einem seiner routinemäßigen Gänge durch Ministerienflure habe er beispielsweise eher zufällig 270 000 Mark Fördermittel für das Freizeitheim Friesau abschöpfen können. Schlimm hingegen war für ihn einst die Nachricht vom Treuhand-Beschluss, wonach bereits die Schließung der ZPR in Blankenstein besiegelt war. Hier warf sich Hetterle persönlich vor den Treuhand-Express und konnte damals zumindest den Schließungs-Beschluss kippen. Heute gehört die ZPR zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region.

Weniger gut endete derartiges Engagement für den Schleizer Landrat Siegfried Wetzel. Mit einer Millionenbürgschaft des Landkreises für den damaligen HDR schickte ihn der Kreistag in die Pampa. Doch auch ihm sei es seinerzeit um die Rettung von Arbeitsplätzen gegangen, schilderte er.

"Drei Dinge, die sich wie ein roter Faden durch die Arbeit gezogen haben, waren Arbeitsplätze, Infrastruktur und Bildung", erinnerte Peter Stephan, erster Landrat des Saale-Orla-Kreises von 1994 bis 1999 und heutiger Präsident des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Zunächst habe es Überlegungen gegeben, ähnlich dem CDU-Kreisverband Reuss aus den Kreisen Greiz, Zeulenroda, Schleiz und Lobenstein einen neuen Landkreis zu bilden. Jedoch wären da andere Kreise wie Gera-Land als "Schnipsel" übrig geblieben. "Und Kreise, die aus Schnipseln zusammengesetzt wurden, haben ihre Probleme", wusste Stephan zu berichten. Insofern sei die gewählte Struktur aus den Landkreisen Lobenstein, Schleiz und Pößneck die richtige Entscheidung gewesen.

19.09.2004



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21.07.2010

11:00-13:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in der Greizer Straße2 in Schleiz

15:00-17:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in Steinweg 8 in Pößneck

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Carola Stauche – Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 196, bestehend aus den Landkreisen Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg.
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Siegfried Wetzel – Landtags-abgeordneter im Wahlkreis 33 Saale-Orla-Kreis I und verantwortlich für den Wahlkreis 34 Saale-Orla-Kreis II
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