Wie Schleiz Kreisstadt wurde
Lachende Dritte während dem Streit zwischen Pößneck
und Neustadt
Wie kam Schleiz zum Kreisstadtsitz im neuen Saale-Orla-Kreis?
Auch diese Frage wurde natürlich während der CDU-Podiumsdiskussion
gestellt.
"Die Rolle der Kreisstadt wird oft überbewertet",
schätzte Peter Stephan ein. Lobenstein habe nie einen Anspruch
erhoben, Kreisstadt zu werden. "Wir wollten bei dieser Frage
unsere Kraft nicht verschwenden", so Norbert Hetterle, "Schleiz
als Kreisstadt lag von vornherein näher."
Ganz anders jedoch verhielt sich das Unterland. Zwischen Neustadt
und Pößneck sei ein heftiger Streit entbrannt, wer von
diesen beiden Städten den Sitz der Kreisverwaltung bekommt. "Das
kam uns Schleizern zu Passe", gestand Stephan ein und erinnerte
an die Weisheit, "wenn zwei sich streiten, freut sich der
Dritte." Weil Einigkeit im Oberland herrschte, habe das Land
schließlich nur eine Vorlage zum Beschluss eingereicht -
Schleiz wurde Kreisstadt.
"Lobenstein war immer Wirtschafts- und Kurstadt, Pößneck
eine Wirtschaftsstadt und Schleiz eine Verwaltungsstadt",
schätzte Peter Stephan ein. Insofern sei nicht zuletzt aufgrund
der geografischen Lage auch aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung
getroffen worden.
19.09.2004
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