Hermann Gröhe zum 44. Jahrestag des Berliner Mauerbaus am
13. August 1961:
"Erinnerung an die Opfer darf nicht folgenlos bleiben!"
An den Bau der Berliner Mauer vor 44 Jahren erinnerte jetzt der
Neusser Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU im Rhein-Kreis
Neuss,Hermann Gröhe: „Am 13. August 1961 versuchten
die SED-Machthaber vergeblich, die deutsche Teilung zu zementieren.
Den unbändigen Drang, den die Menschen in der ehemaligen DDR
nach Freiheit, Demokratie und Menschenrechten verspürten,
ließ sich durch den menschenverachtende Bau der Berliner
Mauer jedoch nicht bremsen: Dank der friedlichen Revolution von
1989 musste das SED-Regime abdanken.“
Sechzehn Jahre nach dem Fall der Mauer, so Hermann Gröhe, „gelten
unsere Gedanken an diesem Jahrestag des Mauerbaus vor allem jenen
Menschen, die an Mauer und Stacheldraht Opfer der SED-Diktatur
wurden.“ Bei dem Versuch, in die Freiheit zu gelangen, hätten
mehr als 1000 Menschen den Tod gefunden, unzählige seien darüber
hinaus verletzt worden oder in den Gefängnissen der DDR gelandet.
Dazu Hermann Gröhe: „Wir müssen dafür sorgen,
dass gerade bei jungen Menschen in Ost und West, die weder die
Gewaltherrschaft der SED noch den Mauerfall erlebt haben, niemals
in Vergessenheit gerät, wie viel Leid und Elend die Mauer
gebracht hat.“ Klar bekannte sich der Neusser Bundestagsabgeordnete
in diesem Zusammenhang „zu einer würdigen und eindrucksvolle
Mauergedenkstätte, die an zentraler Stelle unserer Hauptstadt
auch emotional an die deutsche Teilungsgeschichte erinnert“.
Besorgt äußerte sich Hermann Gröhe zugleich über
das Linksbündnis aus WASG und PDS: „Altlinke aus dem
Westen gehen hier der umbenannten SED auf dem Leim.“ Viel
schlimmer aber, so Hermann Gröhe weiter, sei, „dass
der SPD vor der Bundestagswahl wieder einmal das Wasser so sehr
bis zum Hals steht, dass die Versicherungen, nach dem 18. September
nicht mit der von PDS dominierten Linkspartei auf Bundesebene zusammenzugehen,
unglaubwürdig sind“. Denn schon durch die Koalitionen
mit der PDS in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin hätten
die Sozialdemokraten gezeigt, welch geringen Haltewert vorherige
gegenteilige Beteuerungen hätten. Hermann Gröhe: „Gerade
die Erinnerung an die Opfer der Berliner Mauer darf jedoch nicht
folgenlos bleiben! Der zwischen den großen Volksparteien
lange Zeit gültige Konsens, mit Extremisten von Links und
Rechts kein Bündnis einzugehen, darf aus machtpolitischen
Erwägungen heraus nicht fallen gelassen werden.“
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