cdu-saale-orla cdu-saale-orla
cdu-saale-orla CDU Kreisverband Saale-Orla
CDU Kreisverband Saale-Orla
cdu-saale-orlaKreisverband Saale-Orla
CDU Kreisverband Musterstadt cdu-saale-orla
cdu-saale-orla cdu-saale-orla cdu-saale-orlaHomeStartseitecdu-saale-orlacdu-saale-orlaKontaktKontaktcdu-saale-orlacdu-saale-orlaImpressumImpressum cdu-saale-orla cdu-saale-orla

Angies Generation Orange

"Financial Times Deutschland" Journalist, Kevin Hoffmann, begleitete Stefan Gruhner, Stellv. Landesvorsitzender der JU Thüringen, sowie andere JU’ ler am 26. August einen Tag lang im Wahlkampf

Es gibt Sekt auf Eis für alle. Angie war da und ihr Auftritt ein Erfolg. Die zwölf Leute vom harten Kern der Jungen Union Thüringen sind sich einig: Merkels Erfolg ist auch ihr Erfolg.

Sie sitzen in der hintersten Ecke eines Erfurter Szenelokals und stoßen an auf das Ende eines harten Wahlkampftages. Es ging darum, Angela Merkels Rede auf dem Erfurter Marktplatz, dem Anger, nicht zum Flop werden zu lassen: Zwar regiert hier ein CDU-Bürgermeister, allerdings gegen eine starke rote Macht. Regen war angesagt. Zudem hatten sich Jusos und Solid, die Jugendorganisation der Linkspartei, angekündigt.

Die Aufgabe der JU: Eine Gasse durch die Menge der 1000 Zuhörer bilden, wenn die Kandidatin kommt. Schilder hochhalten, sobald sie spricht. Und immer jubeln. Es bleibt trocken. Der JU gelingt es, die zwei Dutzend Jung-Linken hinter einem Meer aus grellen Pappen und einem selbstgebastelten Banner zu verstecken, auf dem steht: "Angela statt Agenda".

Stets korrekt frisiert
Bundesweit ziehen 19.000 junge Menschen fürs Merkels Wahlkampfteam von Marktplatz zu Bierzelt, uniformiert in orangefarbenen Poloshirts, die Haare stets korrekt frisiert. Beim Parteitag in Dortmund sorgen sie mit "Angie"-Rufen für Jubelstimmung, die Parteichefin dankt ihnen mit einem spontanen Gruppenfoto. Stefan Gruhner, 23 Jahre, stellvertretender JU-Landeschef in Thüringen, nippt am Glas und atmet zum ersten Mal an diesem Tag tief durch. Der Politik-Student lernt Fechten, zweimal die Woche im Verbindungsheim der Burschenschaft Teutonia Jena. "Rechtsradikale haben bei uns nichts zu suchen", beteuert er. Für ihn beginnt der Tag in Saalfeld, einem 20.000-Einwohner-Städtchen südlich von Erfurt. Um 14.50 Uhr steht Stefan unterm JU-Sonnenschirm auf dem Marktplatz.

Auf der Bühne singen "Christine & Charly" von Liebe und dem Leben auf dem Land. Bald soll Landesvater Dieter Althaus aus dem CDU-Tourbus steigen und ins Mikrofon rufen, warum Angela Merkel gut für Thüringen ist.

Eine Mutter geht auf Stefan zu. Sie erregt sich darüber, dass Althaus die Kita-Gebühren anheben will. Und dann das mit der Mehrwertsteuer. Schon jetzt zahle sie für den Kleinen 120 Euro plus 60 Euro Essensgeld. "Und zu Hause hat Jonas dann auch noch Hunger", sagt sie.

Skeptische Wähler
Stefan schaut ihr in die Augen, antwortet leise und klar: "Ja, aber die Union will auch die Steuern senken." Die Mutter solle dann selbst entscheiden, was sie mit ihrem Geld macht. "Mehr Eigenverantwortung", darum gehe es. Die Mutter darauf: "Ich glaube nicht, dass unterm Strich mehr in der Tasche bleibt." Auch ein älterer Herr in lila Socken und Sandalen mag das nicht glauben. Stefan redet eine halbe Stunde lang auf ihn ein, spricht von Ehrlichkeit, Autoindustrie, dem Schuldenhaushalt und wieder: Eigenverantwortung.

Die Aktivisten dieser Generation Orange beten nicht stumpf ein Parteiprogramm herunter - sie haben die wirtschaftsliberale Ideologie verinnerlicht. Sie sagen, dass der Staat zu stark sei und die Verantwortung des Einzelnen zu schwach. Viele liebäugelten einst mit der FDP. Doch dort vermissten sie die Wärme in Form von Tradition und christlicher Werte.

Endlich betritt "der MP" die Saalfelder Bühne. So nennt die JU ihren Ministerpräsidenten Dieter Althaus. In ihrer Sprache ist Merkel die "Angie", den CSU-Chef nennt man dagegen trocken "Stoiber".

Knapp 30 Aktivisten eines Bündnisses gegen Soziallabbau trillern, schimpfen, rufen "Heuchler". Stefan stellt sich mit 15 Leuten zwischen Bühne und Bündnis, hält ein Plakat hoch. Als ein betrunkener Unbeteiligter einen Merkel-Fan bespuckt, droht die Lage zu eskalieren. Bei anderen CDU-Auftritten flogen schon Fäuste, wie es heißt.

Während die Thüringer JU spät abends feiert, dass sie Saalfeld "überlebt" und Erfurt "gemeistert" hat, spaziert Thüringens "MP" über den Erfurter Anger und sagt: "War ja ganz gut heute." Ob er Merkel meint, oder eher ihr Team, sagt er nicht.

Aus der FTD vom 30.08.2005
© 2005 Financial Times Deutschland



Seite drucken


Linie

21.07.2010

11:00-13:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in der Greizer Straße2 in Schleiz

15:00-17:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in Steinweg 8 in Pößneck

Linie
Carola Stauche – Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 196, bestehend aus den Landkreisen Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg.
Linie
Siegfried Wetzel – Landtags-abgeordneter im Wahlkreis 33 Saale-Orla-Kreis I und verantwortlich für den Wahlkreis 34 Saale-Orla-Kreis II
Linie
Ticker
Linie
Mitglied werden

Jeder kann etwas bewegen.

Jeder kann etwas bewegen.

Kritisieren kann jeder. Etwas ändern kann nur der, der selbst mit Hand anlegt - zum Beispiel in der CDU.
Mitgliedsantrag (PDF)
Linie
 
cdu-saale-orla cdu-saale-orla