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Thüringer Landwirtschaftsminister zu Besuch im Saale-Orla-Kreis

Landwirtschaft im Aufbruch

Der Schafhof in Schönborn und die Agrargenossenschaft in Miesitz waren die Stationen, die der Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt am Mittwoch, 28. Mai, bereits hinter sich hatte, als er am späten Nachmittag zu einer Gesprächsrunde in Leubsdorf eintraf. Eingeladen hatte Dr. Volker Sklenar sein Landtagskollege Gottfried Schugens, dem das Thema „Chancen der Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion in Thüringen“ am Herzen liegt. „Die Landwirtschaft lebt und prägt die Region“, so der CDU- Landespolitiker in seiner Begrüßung der Landwirte, des Bürgermeisters von Leubsdorf und interessierten Gästen in der voll besetzten Begegnungsstätte.      

Das Statement von Sklenar in gewohnter Weise verständlich und überzeugend mit den Schwerpunkten: neu gewonnene Akzeptanz der Landwirtschaft, Preisentwicklung, EU-Vorschriften und Aktionen seitens der Landesregierung zum besseren Verständnis der Landwirtschaft.
Keine Zweifel ließ der Minister an seiner Haltung, dass die derzeitige Reaktion der Milchproduzenten – Forderung nach höherem Preis – richtig ist, wohl aber das Verkippen dieses Lebensmittels eine eher fragwürdige Handlung angesichts des Hungers in der Welt sei.

Die Aussage des Thüringer Ministers, die Landwirtschaft werde besser akzeptiert, rief bei  Vertretern der Landwirte im Nebenerwerb Widerspruch hervor, weil ihre Erfahrungen eher negativer Art sind. Die Unterstützung für diese Kleinbauern fehle nicht nur seitens der Landesregierung, auch vor Ort, in ihren Dörfern stoße ihr Erwerbszweig oft auf Ablehnung und Unverständnis, wie ein Bauer schilderte. Sklenars Antwort: „Vergessen Sie nicht, dass wir die Milchquote durchgesetzt haben ! Aber nachdenken werden wir über die Form der Anträge, die wirklich schwierig auszufüllen sind. Und richtig ist, dass die Landschaftspflege in die Hände der Landwirte gehört, wie Sie fordern.“

In der Diskussion ging es außerdem um die Themen Biogaserzeugung, Probleme der Fischereiwirtschaft, Gentechnik, die Initiative MUT ( Mensch und Tier) aus Langenorla und die „neue Kultur“ der Landwirtschaft, die der Landtag mit speziellen Aktionen begleitet.

Nicht vergessen werden sollte das dicke Lob an den ebenfalls anwesenden Leiter des Landwirtschaftsamtes in Zeulenroda, Dr. Arnfried Völlm, dem die Teilnehmer der Veranstaltung ein immer offenes Ohr für ihre Probleme und eine gute Arbeit bescheinigten.

Die landwirtschaftliche Produktion muss eine Chance haben, darin waren sich am Ende alle einig, denn ohne sie gibt es kein Leben.

Leubsdorf, 30.05.2008
V.i.S.d.P.
Christine Groer
Kreisgeschäftsführerin der CDU


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