Doch lassen wir den Staatssekretär zu Wort kommen. In seinem verständlich vorgetragenen Beitrag ging er auf Schwerpunkte ein, die Ursachen des Klimawandels zum Beispiel. „Der Wandel des Klimas ist ein weltweites Problem, das bedeutet, dass alle Länder in der Pflicht sind. Es geht um realistische Anpassungsmaßnahmen, um eine maßvolle Reduktion des CO 2 – Ausstoßes bis 2020 um 20 %“. Und Prof. Juckenack wies auf die Endlichkeit von Ressourcen hin: Was in Jahrmillionen entstanden ist, beutete der Mensch in wenigen Jahrhunderten aus. Aber auch mit erneuerbaren Energien – Solar, Windkraft, Geothermie, Wasserkraft – kann der Bedarf nicht gedeckt werden.
Das Resümee: „Energiemix unter Nutzung der Atomkraft und Einsparung von Energie“, wie der Redner betonte. Erhöhung der Energieeffizienz sowie dezentrale energetische Lösungen, die übrigens vom Bund gefördert werden, Wärmedämmung und entsprechende Lösungen bei der Städteplanung.
Nicht unerwähnt bleiben darf, was der Staatsekretär zur Stellung Thüringens bezüglich des Umweltschutzes zu sagen hatte. Der Freistaat liegt im Ländervergleich auf Platz 1 mit 12 % Anteil erneuerbarerer Energien mit einer hohen Förderquote; in der Solarenergiewirtschaft sind 2500 Menschen beschäftigt. Und Thüringen hat eine Studie erstellt über ungenutzte Flächen, 12500 ha. „Auf die ‚grüne Wiese’ zu bauen ist zwar oft einfacher, aber viel mehr sollten Brachflächen umgenutzt werden, wie zum Beispiel im Gewerbegebiet Weira. Das ist ein gelungenes, nachahmenswertes Beispiel“, lobte Juckenack.
In der Diskussion stand die Biogaserzeugung im Mittelpunkt. Als Stein des Anstoßes, weil das rechte Maß fehle, wie die Kritiker meinten. Und nicht vordergründig um Maximalprofit darf es hier gehen. Zustimmung durch die Landespolitiker, die zugleich betonten, dass bei diesem Thema auch die Kommunen in der Pflicht sind. Sie sind die letztendlichen Entscheidungsträger vor Ort. |