Reförmchen der Gesundheitspolitik
CDU-Mittelstandsvereinigung diskutiert über Zukunft der medizinischen Versorgung. Zu einer Diskussionsrunde zum Thema Krankenversicherung, Leistungseinschränkungen und steigende Beiträge, Gesundheitsfonds und Einheitskasse hatte die Mittelstandsvereinigung der CDU vor einigen Tagen in das Schleizer Sanitätshaus Carqueville eingeladen. Heinz Fracke, Abteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit sowie Peter Kruchen, Referent für Sozialversicherung, standen Rede und Antwort auf viele Fragen des kleinen Kreises erschienener Bürger.
Fracke legte die Gründe und möglichen Folgen des beschlossenen Gesundheitsfonds detailliert dar. Einig waren sich die Anwesenden, dass auch diese Gesundheitsreform wieder nur "ein Reförmchen" sei und das Problem ständig steigender Ausgaben bei immer weniger Beitragszahlern auf Dauer nicht gelöst ist. Judith Weise, Vorsitzende der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung, sprach sich dafür aus, das Kostenbewusstsein der Menschen zu stärken. Dazu sollte man auch in Deutschland das in anderen europäischen Ländern geltende System der Vorfinanzierung der medizinischen Leistungen durch die Patienten und der Abrechnung mit den Krankenkassen einführen.
Fracke machte den Anwesenden wenig Hoffnung, dass die Einführung des Gesundheitsfonds und einheitlicher Beiträgssätze bei den Krankenkassen zu einer Beitragsrückerstattung führen wird. Der Wettbewerb wird eher über den Leistungskatalog ausgetragen. Jeder Versicherte ist also gut beraten, im kommenden Jahr genau die Angebote der Krankenkassen zu vergleichen.
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