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„Ein Volk, das sich nicht erinnern möchte, macht dieselben Fehlern wieder“

DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann in Mödlareuth

mahnte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann anläßlich eines Besuchs im Deutsch-Deutschem Museum Mödlareuth am 28. Juli in Anwesenheit des CDU-Landtagsabgeordneten Siegfried Wetzel und seiner Kollegin Carola Stauche, der CDU- Kandidatin für den Bundestag.

Gemeinsam mit Vertretern der Seniorenunion, der Jungen Union und interessierten Mitgliedern legten sie vor dem Rundgang durch die geschichtsträchtige Anlage einen Kranz nieder. Den Opfern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze galt dieses Gedenken, von weit mehr als 1000 Menschen sprach Eppelmann. Bevor er Minister für Abrüstung und Verteidigung im Kabinett des letzten DDR-Ministerpräsidenten wurde, war er lange Jahre Pfarrer. Mit dem „real existierenden Sozialismus“ hatte Eppelmann seine ganz speziellen Erfahrungen durchlebt. Aber nicht nur ihn berührten die Zeitzeugnisse der Vergangenheit, die im Museum – vor allem den Älteren – nahe rückten und widerstreitende  Gefühle hervorriefen:  Betroffenheit, Stille, aber auch Wut.

Zum Beispiel darüber, wie ein Besucher in der anschließenden Gesprächsrunde emotional vortrug, dass die Aufarbeitung des SED-Staates noch immer nicht gelungen sei. Als Leiter von zwei Kommissionen, die sich mit dieser Aufgabe in den 90er Jahren intensiv beschäftigten, konnte Eppelmann - damals Mitglied des Bundestages - diese Meinung nicht teilen. Vielmehr betonte er, dass der Rechtsstaat jedem Menschen „die Luft gibt, die er zum Leben braucht und die man in der DDR nicht hatte.“              

Was dem studierten Theologen heute Sorgen bereitet ist das Defizit an Wissen  bei Jugendlichen über den DDR-Unrechtsstaat. Zwei Diktaturen in einem Jahrhundert: Nationalsozialismus und die „Diktatur der Arbeiter- und Bauern“, wobei die letztere nach Ansicht des Gastes aus Berlin „mindestens genau so schlimm war.“

Menschen aller Altersgruppen, aus den verschiedensten Berufen, Schüler und Studenten, sie erlebten mit einem Zeitzeugen Geschichte hautnah an diesem Nachmittag im ehemals geteilten Dorf. Die einen aus der Perspektive des eigenen Erlebens, die anderen aus der Distanz, die Vergangenheit mit sich bringt. Wenn für beide die Erkenntnis daraus erwachsen ist, dass persönlicher Einsatz für den Erhalt von Demokratie sehr wichtig ist, dann waren es wertvolle gemeinsame Stunden…  

 

Schleiz, 28.07.2009
V.i.S.d.P.
Christine Groer
Kreisgeschäftsführerin der CDU



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11:00-13:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in der Greizer Straße2 in Schleiz

15:00-17:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in Steinweg 8 in Pößneck

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Carola Stauche – Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 196, bestehend aus den Landkreisen Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg.
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Siegfried Wetzel – Landtags-abgeordneter im Wahlkreis 33 Saale-Orla-Kreis I und verantwortlich für den Wahlkreis 34 Saale-Orla-Kreis II
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