Herrgott: Lehrer sollen unterrichten nicht pendeln
Gruhner nimmt Einladung der Linkspartei zur Diskussion an
„Die Landtagsabgeordneten der SED-Fortsetzungspartei DieLinke haben mit Ihrer Antwort auf die Kritik der Jungen Union an ihren schulpolitischen Plänen einmal mehr deutlich gemacht, dass eine Umsetzung ihrer Pläne zu einem absoluten Chaos in der Schullandschaft des Saale-Orla Kreises führen würde.“ Mit diesen Worten kommentierte der Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Christian Herrgott, die Äußerungen der Landtagsabgeordneten Ralf Kalich und Heidrun Sedlacik in der aktuellen schulpolitischen Debatte. „Wenn die Linke jetzt ihre Pläne zur Zusammenfassung von Grund- und Regelschulen damit relativiert, dass es in Wahrheit um eine Kooperation gehe, bei der zukünftig die Lehrer zwischen den Grund- und Regelschulen pendeln sollen, zeigt dass, dass ein riesiges schulorganisatorisches Chaos auf die Schulen zukommt. Wenn es zur Regel wird, dass Lehrer ständig zwischen Schulstandorten hin und her pendeln, dann verkommen unsere Schulen zu einem Reisezirkus. Außerdem soll die Arbeitszeit der Lehrer nicht zum Pendeln zwischen den Schulen verwendet werden, sondern zum Unterrichten. Mit Lehrern, die ständig auf den Straßen unterwegs sind, ist keinem Schüler geholfen. Eher erreicht man das Gegenteil. Die Junge Union bleibt dabei, wer Grund- und Regelschulen fusionieren möchte, gefährdet die einzelnen Grundschulstandorte in unseren kleinen Orten.“, so JU-Kreisvorsitzender Christian Herrgott.
Der CDU-Kreistagsabgeordnete und stellv. JU-Landesvorsitzende Stefan Gruhner sagte zu den Äußerungen der Landtagsabgeordneten der Partei DieLinke außerdem: „ Es ist schon ziemlich absurd der CDU zu unterstellen, sie habe keine eigenen Konzepte zur Schulpolitik. Die Realität sieht doch so aus, dass alle bildungspolitischen Studien, wie PISA, TIMMS oder IGLU schwarz auf weiß bestätigen, dass die Thüringer Schüler national und international zur Spitzengruppe gehören. Wenn sogar vermehrt Schüler aus anderen Bundesländern nach Thüringen kommen, kann das Schulsystem so schlecht nicht sein. Dort wo aber die Linkspartei ihre ideologischen Konzepte zur Anwendung gebracht hat, wie in Berlin, zählen die Schulen in allen Vergleichsstudien zu den Schlusslichtern. Kein Mensch kann verstehen warum in Thüringen nun das faule Obst der Linkspartei zum Erfolg führen soll. Warum soll man ein leistungsfähiges Schulsystem zerstören, wenn die Alternative nachweislich zum Misserfolg geführt hat? Schule ist dann erfolgreich, wenn sie nicht ständig in ihren Strukturen verändert wird, nach dem Motto rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, sondern dann, wenn kontinuierlich Qualitätsentwicklung betrieben wird. Eine funktionierende Schule braucht Ruhe, klare Aussagen und Verlässlichkeit.“, so Gruhner.
Stefan Gruhner sagt abschließend außerdem: „Ich bedanke mich sehr herzlich bei der SED-Fortsetzungspartei DieLinke zu ihrer öffentlich ausgesprochenen Einladung zu ihrer schulpolitischen Veranstaltung am 25. August. Sehr gerne nehme ich daran teil. Schließlich lebt Demokratie von einer mutigen und offenen Streitkultur. Dazu leiste ich gerne einen Beitrag.“ |