 |
|
Sedlacik wirft Schugens heraus
Die Linke nimmt CDU das Direktmandat ab - Künast kommt per Zweitstimme in Landtag
Heidun Sedlacik (Die Linke) hat bei der gestrigen Landtagswahl das Direktmandat im Orlatal errungen, das der CDU-Politiker Gottfried Schugens seit 15 Jahren inne hatte. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich die 57-Jährige aus Hohenleuben letztendlich durch. Sedlacik holte 6123 und damit 30,1 Prozent der gültigen Stimmen, Schugens 5785 bzw. 28,4 Prozent. Dagmar Künast (SPD) kam 4529 (22,3 Prozent), Alf-Heinz Borchardt (FDP) auf 2841 (14,0 Prozent) und Peter Nürnberger (NPD) auf 1077 Stimmen (5,3 Prozent).
Insgesamt gaben gestern im früheren Kreis Pößneck 20 999 Wahlberechtigte ihre Erst- und Zweitstimme ab. Damit lag die Wahlbeteiligung mit 56,6 Prozent nur knapp über der vor fünf Jahren (54,1 %). |
 |
"Der Straßenwahlkampf, den ich in den vergangenen 30 Tagen gemacht habe, hat sich ausgezahlt. Ich bin mit den Passanten ins Gespräch gekommen und konnte unsere Ziele erläutern", sagte Sedlacik gestern Abend in ihrem Pößnecker Wahlkreisbüro. Gepunktet habe sie auch mit ihrem Internet-Wahlkampfvideo. "Wir hatten jeden Tag 500 Zugriffe auf die Homepage von Frau Sedlacik", freute sich Wahlkampfhelfer Philipp Gliesing.
Heidrun Sedlacik kam vor zehn und vor fünf Jahren jeweils über die Zweitstimmen-Landesliste der PDS in den Landtag. "Genauso glücklich wie über die Erringung des Direktmandates bin ich auch darüber, dass die NPD den Einzug in den Landtag nicht geschafft hat." Sedlacik freue sich schon auf die Regierungsverantwortung ihrer Partei, doch ob es dazu kommt, entscheidet die SPD: "Jetzt ist Matschie in der Ypsilanti-Falle."
Gottfried Schugens, der das Direktmandat seit 1994 ununterbrochen inne hatte, büßte im Vergleich zu vor fünf Jahren 13,1 Prozent der Erststimmen ein. "Ich hätte die Region und die Bürger gerne weiter vertreten", zeigte sich der Leubsdorfer enttäuscht. Vor lauter Fleißarbeit sei er offenbar zu wenig auf die Bürger zugegangen, versuchte er gestern seine Niederlage zu erklären. Lediglich bei den Zweitstimmen lag die CDU im Orlatal mit 30,5 Prozent vor den Linken (29,6 %). Anders als seine SPD-Kollegin Dagmar Künast hat Schugens keine Chance, über die Zweitstimmen in das Landesparlament zu gelangen. Die SPD bekommt 18 Sitze, Dagmar Künast ist auf Listenplatz 17 und damit offenbar wieder in Erfurt vertreten. "Ich freue mich darüber, dass die SPD in Regierungsverantwortung gelangt. In dieser kann man als Abgeordnete viel für seine Region bewirken", weiß sie noch aus der Koalitionszeit mit der CDU.
Der Pößnecker Rechtsanwalt Alf-Heinz Borchardt freute sich, dass die FDP wieder im Landtag vertreten ist: "Doch leider hat es zu Schwarz-Gelb nicht gereicht." |
Pößneck, 31.08.2009
Ostthüringer Zeitung, Lokalausgabe Pößneck |
|

 |
21.07.2010
11:00-13:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in der Greizer Straße2 in Schleiz
15:00-17:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in Steinweg 8 in Pößneck |

 |
| Carola Stauche – Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 196, bestehend aus den Landkreisen Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg. |

 |
| Siegfried Wetzel – Landtags-abgeordneter im Wahlkreis 33 Saale-Orla-Kreis I und verantwortlich für den Wahlkreis 34 Saale-Orla-Kreis II |


Mitglied werden

Jeder kann etwas bewegen.
Kritisieren kann jeder. Etwas ändern
kann nur der, der selbst mit Hand anlegt - zum Beispiel in der CDU.
Mitgliedsantrag (PDF) |

|
|