Mit Wahlkampfhelfern, Freunden und Bekannten sowie der Familie feiert Carola Stauche im "Sorbitzgrund" in ihrem Heimatort Rohrbach ihren Einzug in den Bundestag. "Ich bin froh, dass wir nach elf Jahren diesen Wahlkreis wieder gewonnen haben", sagt die CDU-Frau und verspricht, "in Berlin mein Möglichstes für die Menschen aus dem gesamten Wahlkreis zu geben". Ihr tue es allerdings "sehr weh, dass die Linke so stark ist". Die Leute hätten "wohl vergessen, was früher einmal los war".
Der Saalfelder Norbert Schneider hat "zwar mit einem knappen Ergebnis gerechnet, doch ein Sieg hätte an einer Wunder gegrenzt", meint er. Er sei deshalb nicht enttäuscht und werde sich nun "wieder ganz auf meine Erzieherausbildung konzentrieren".
Anette Feike aus Schleiz möchte sich bei allen bedanken, "die mich gewählt und mit mir gekämpft haben". Der Gewinnerin gratuliert sie und wünscht Carola Stauche "ein glückliches Händchen bei ihren Entscheidungen für unsere Region".
FDP-Mann Volker Weber aus Oberwellenborn zeigt sich "sehr zufrieden" mit seinem Abschneiden, welches das beste Ergebnis in seinem dritten Anlauf als Direktkandidat darstellte (3,5 Prozent mehr als 2005). Und dass die Liberalen gegenüber der letzten Wahl rund zweieinhalb Prozent im Wahlkreis 196 zugelegt haben, wertet er als untrügliches Zeichen dafür, "dass es auch hier mit der FDP aufwärts geht".
Das "beste Wahlergebnis, das die Grünen in diesem Wahlkreis jemals geholt haben", stimmt deren Kandidaten Filip Heinlein aus Sonneberg ebenfalls "zufrieden". Er bedauert nur, dass Schwarz-Gelb im Bund nicht verhindert werden konnte, aber so sei eben der Wählerwille.
Wahlkreisleiter Gerhard Schramm spricht von einem ganz normalen Wahltag und dankt den schätzungsweise 3500 Wahlhelfern in 506 Wahlbezirken. |