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Generationswechsel bei der CDU
Stefan Gruhner (25) ist neuer Kreisvorsitzender – Siegfried Wetzel ist Ehrenvorsitzender
Die Christdemokraten des Saale-Orla-Kreises haben am Sonnabend in Plothen einen personellen Schnitt gemacht. Siegfried Wetzel (60) aus Möschlitz, der seit 2003 Kreisvorsitzender war, trat nicht mehr an und machte Platz für Stefan Gruhner aus Schleiz, der ohne Gegenkandidaten gewählt wurde. Mit 25 Jahren ist der kurz vor dem Examen stehende Lehramtsstudent der mit Abstand jüngste CDU-Kreisvorsitzende in Thüringen. Deutschlandweit teilt er diesen Rekord nur noch mit einem ein halbes Jahr Älteren in Dortmund.
In seiner Abschiedsrede erinnerte der scheidende Kreisvorsitzende daran, dass es die CDU war, die die deutsche Einheit in Frieden und Freiheit vollbracht habe und wandte sich gegen eine Verklärung der Geschichte. "Kommunisten nehmen den Menschen ihren Besitz und verteilen ihn um. Trotz mehrmaliger Häutung von SED zu PDS, Linkspartei mit WASG und nun zur Linken sind es Kommunisten geblieben", sagte Wetzel, die heute wieder an die Macht wollten. Wetzel zollte SPD-Chef Christoph Matschie Respekt für seinen Mut zur Koalition mit der CDU. Damit, so der scheidende Kreisvorsitzende, sei bewahrt geblieben, dass auch in den nächsten fünf Jahren Demokraten das Land regieren. |
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| Die CDU-Landesvorsitzende Christine Lieberknecht dankt Siegfried Wetzel für seine langjährige Parteiarbeit. |
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| Der neu gewählte CDU-Kreisvorstand: von links: Thomas Fügmann, Katrin Gersdorf, Christian Herrgott, Gottfried Schugens, Kathleen Merz, Carsten Sachse, Ulrich Wissing, Stefan Gruhner, Claudia Luckardt, Siegfried Wetzel und Judith Weise. Recht der Stellvertretende Landrat Jürgen Hauck. Nich auf dem Bild Thomas Franke, Dr. Allam Hanna, Wolfgang Poßner und Beate Ranke. |
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| Die CDU-Landesvorsitzende Christine Lieberknecht gratuliert Stefan Gruhner zum Wahl zum neuen CDU-Kreisvorsitzenden. Mit dabei Siegfried Wetzel und Mario Voigt, Landesvorsitzender der Jungen Union Thüringen. |
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Wetzel räumte ein, dass die CDU im Landkreis bei den Wahlen nicht das gewünschte Ergebnis erreicht habe, allerdings sei man weiter stärkste politische Kraft. Er bestätigte, dass es auf Wunsch der SPD Sondierungsgespräche für eine Koalition im Kreistag gebe. "Warum auch nicht", so Wetzel, "aber bitte schriftlich. Wir kennen unseren Landrat, wenn er mündlich was verspricht."
Eine recht ernüchternde Bilanz zog Wetzel hinsichtlich der Mitgliederentwicklung seiner Partei. Mit 1670 Mitgliedern habe man 1993 den Kreisverband Saale-Orla gegründet, zehn Jahre später waren es noch 483 Mitglieder, aktuell sind es 363. Einige der 35 Ortsgruppen bestehen noch aus ein bis zwei Mitgliedern. Er appellierte an die Mitglieder, diesen Prozess zu stoppen und rief zu einer "Wertedebatte" in der Union auf. Die Unzufriedenheit vieler Menschen machte Wetzel u.a. daran fest, "dass wir es zugelassen haben, dass sich Top-Manager aus staatlichen Hilfen mit Millionen-Abfindungen ungestraft in den Ruhestand verabschiedet haben, weil wir zugelassen haben, dass wir ein Billiglohnland wurden, in dem Menschen mit 4 bis 6 Euro nicht ohne staatliche Hilfe ihre Familie ernähren können." Wetzel, der vom Kreisparteitag zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde, forderte seine Parteifreunde auf, "das zu sagen, was sie denken und das zu tun, was sie sagen", sowie "mehr in christlicher Verantwortung und Nächstenliebe zu handeln".
Thüringens CDU-Vorsitzende und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht forderte als Gast des Kreisparteitages die CDU zu mehr Offenheit und Öffnung in die Gesellschaft auf. "Wir haben immer dann Erfolg, wenn wir mit dem Lebensgefühl der Menschen übereingestimmt haben so wie Helmut Kohl 1989", meinte Lieberknecht. Sie appellierte an die CDU-Mitglieder, sich stärker einzubringen, Ideen zu haben, Mitglieder zu werben und der CDU ein modernes Profil zu geben, welches das "Lebensgefühl der Menschen wieder aufgreift".
Der mit 84 Prozent der Stimmen gewählte neue Kreisvorsitzende Stefan Gruhner gab in einer mit viel Beifall bedachten Rede das Ziel aus, "wieder Erfolg zu haben". "Ich will, dass die Rathäuser wieder schwarz werden", rief Gruhner und sprach von einer "Episode Roßner", die 2012 mit einem CDU-Landrat beendet sein müsse. Er sei froh, dass die Ministerpräsidentin in Plothen sei und der Oppositionsführer in der Wisentahalle in Schleiz, merkte Gruhner im Hinblick auf den gleichzeitig stattfindenden Landesparteitag der Linken in Schleiz an. Die CDU-Mitglieder forderte er auf, sich nicht selbst so wichtig zu nehmen, sondern die Menschen ernst zu nehmen und ihnen zu dienen. |
Schleiz, 30.11.2009
Ostthüringer Zeitung, Lokalausgabe Schleiz |
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21.07.2010
11:00-13:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in der Greizer Straße2 in Schleiz
15:00-17:00 Uhr
im Wahlkreisbüro in Steinweg 8 in Pößneck |

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| Carola Stauche – Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 196, bestehend aus den Landkreisen Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg. |

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| Siegfried Wetzel – Landtags-abgeordneter im Wahlkreis 33 Saale-Orla-Kreis I und verantwortlich für den Wahlkreis 34 Saale-Orla-Kreis II |


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