Mit der Wahl von Stefan Gruhner zum neuen Kreisvorsitzenden hat die CDU gleich eine ganze Generation übersprungen. Man muss dem jungen Mann aus Schleiz politisches Talent und eine Blitzkarriere bescheinigen, die wohl auch die CDU-Mitglieder beeindruckt hat. Schon mit 15 Jahren wurde Gruhner als Schüler des Schleizer Gymnasiums politisch aktiv, engagierte sich bei der Jungen Union, wurde jüngstes Kreistagsmitglied und kurz danach schon Geschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion. Inzwischen ist er Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport im Kreistag, in der Jungen Union stellvertretender Thüringer Landesvorsitzender und sitzt auch im Bundesvorstand des CDU-Nachwuchses. Gruhner redet ohne Manuskript, formuliert druckreife Sätze und setzt die Respektlosigkeit der Jugend ein. Er kann rhetorisch begeistern und zieht geschickt in der Öffentlichkeitsarbeit der Partei die Fäden. Ein Glücksfall für die CDU, der von den politischen Gegnern schon lange sowohl mit Spott als auch Argwohn bedacht wird. Man wird wohl noch von ihm hören.