Turbo-Internet für alle
25 Millionen Euro Förderung
Unter dem Motto „Bürger für Breitband – Breitband für
Bürger“ organisierte die Initiative gegen digitale Spaltung
geteilt.de eine Diskussionsrunde in Dittrichshütte. Mit den
Landtagsabgeordneten Thomas Jurk (SPD), Carsten Meyer
(Grüne), der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann
(Die Linke), Dr. Robert Henkel (Bundes-Wirtschaftsministerium)
und Initiator Bernd Rudolph stand ich circa
130 Besuchern Rede und Antwort.
Wir waren uns einig, dass die weißen Flecken in Sachen
Breitband verschwinden müssen. Einen gesetzlichen
Grundversorgungsanspruch für alle Bürgerinnen und Bürger
halte ich für nicht realisierbar. Es ist aber unstreitig,
dass auch die Bundesregierung Breitband für alle will. Ich
denke, wir müssen den Unternehmen klar machen, dass die
digitale Kluft zwischen Stadt und Land ein Wettbewerbsnachteil
ist. Die Telekommunikations-Dienstleister sind in
der Pflicht. Was macht zum Beispiel ein Architekt, der sein
Büro auf dem Dorf, aber keinen schnellen Internet-
Anschluss hat? Die Menschen auf dem Land brauchen ein
leistungsfähiges Internet. Sonst entstehen ihnen Nachteile.
25 Millionen Euro Förderung
Hintergrund: Die Bundesregierung will Breitband für alle.
Auf einer Podiumsdiskussion der Deutschen Breitbandinitiative
auf der CeBIT in Hannover sagte Dr. Gerd Müller,
Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium:
„Die flächendeckende Verfügbarkeit von leistungsfähigen
Breitbandanschlüssen bis Ende 2010 ist wichtigstes
Ziel der Breitbandstrategie.“ Die Lücken im schnellen
Internet-Zugang müssen mit maßgeschneiderten, ausbaufähigen
und bedarfsgerechten Lösungen geschlossen werden.
Mittelfristig sollen dann Hochleistungsnetze für Turbo-
Internet auch an dünn besiedelte Dörfer angeschlossen
sein.
Neben Mitteln von 25 Millionen Euro aus dem Topf des
Bundeslandwirtschaftsministeriums im laufenden Haushaltsjahr
will sich Müller für bessere Bedingungen für
Breitbandanbieter einsetzen, damit sie Spielraum für Investitionen
haben. Die Telekommunikations-Dienstleister sollen
beim Breitband-Ausbau nicht nur die Städte im Blick
haben, sondern auch Dörfern Breitband-Anschlüsse ermöglichen. |