„Gerade bei Themen, die alle bewegen, ist eine zentrale Behördenrufnummer sinnvoll. Zum Beispiel wäre es bei der Geflügelpest gut gewesen, wenn die Menschen eine zentrale Anlaufstelle für ihre Fragen gehabt hätten und die Infos direkt an die Menschen weitergegeben worden wären. So kamen die Infos gestückelt über Zeitungen, Fernsehen, Radio, Ministerien und Gesundheitsämter zu den Menschen“, sagt Stauche. Ihr sei natürlich bewusst, dass es einen extra Aufwand bedeute, weil in die Schulung der Mitarbeiter investiert werden müsse.
Doch es lohnt sich: Die Städte und Gemeinden, wo das Angebot genutzt wird, ziehen positive Bilanz. Laut einer Umfrage sind 86 Prozent der Nutzer zufrieden mit dem Angebot, 61 Prozent sehr zufrieden. 81 Prozent der Befragten finden die Idee einer einheitlichen Behördennummer gut.
In den teilnehmenden Regionen wählten bisher über eine Million Menschen die Nummer 115. Die Zahlen zeigen, dass der Service angenommen wird. Um die zentrale Rufnummer 115 anbieten zu können, sind einige Städte und Gemeinden enger zusammengerückt. Zum Beispiel haben Köln und Düsseldorf ein gemeinsames Servicecenter eingerichtet, Offenbach und Frankfurt haben ein gemeinsames Bürgerzentrum.
Das wünscht sich Stauche auch für Thüringen.
„Kölner und Düsseldorfer können sich nicht immer gut leiden, aber hier arbeiten sie im Dienst der guten Sache eng zusammen. Es wäre schön, wenn sich auch in Thüringen Städte und Gemeinden zusammenschließen und die Behördennummer 115 einführen.“
Städte und Gemeinden in Saalfeld, Sonneberg und im Saale-Orla-Kreis sind eingeladen, den 115-Service zu erproben. Regionale Berater und Technik-Experten unterstützen beim Einstieg. Denkbar sind auch Regionalkonferenzen. Nähere Infos unter www.d115.de |