Die CDU und die Junge Union des Saale-Orla Kreises haben anlässlich des 49. Jahrestages des Mauerbaus am vergangenen Freitag den Opfern des SED-Regimes gedacht und gemeinsam im Grenzmuseum Mödlareuth einen Kranz niedergelegt. CDU-Kreisvorsitzender Stefan Gruhner sagte in diesem Zusammenhang: „Das Gedenken an die Opfer der Mauer, die am 13. August 1961 durch das SED-Regime errichtet wurde, muss einen festen Platz in unserer Erinnerungskultur haben. Mit der Errichtung dieser menschenverachtenden Grenze gestand die SED-Führung endgültig ihr politisches und vor allem moralisches Versagen ein. Bis zum Sieg der friedlichen Revolution mussten hunderte Menschen sterben. Das Erinnern an dieses Unrecht muss aufrecht erhalten werden. Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth hat dabei einen besonderen Stellenwert. Den Ausbau und die Weiterentwicklung des Museums unterstützen wir im Rahmen der Möglichkeiten des Landkreises. Insbesondere die Schulen im Saale-Orla Kreis wollen wir anhalten, diesen außerunterrichtlichen Lernort stärker als bisher in ihre pädagogische Arbeit einzubeziehen.“ Gruhner erinnerte außerdem daran, dass es richtig war, dass die CDU gemeinsam mit der SPD im Kreistag eine freiwillige Stasi-Überprüfung auch für diese Legislaturperiode durchgesetzt habe.
Auf dem Foto (A. Röhricht): Mitglieder des Kreisvorstandes der CDU und der Jungen Union legen im Grenzmuseum Mödlareuth einen Kranz im Gedenken an die Maueropfer nieder.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Christian Herrgott, forderte, dass „als Zeichen der sichtbaren Erinnerung“, Straßen und Plätze im Landkreis verstärkt nach Ereignissen wie dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 oder dem Fall der Mauer am 9. November 1989 benannt werden sollten.
Schleiz, 16.08.2010
V.i.S.d.P.
Stefan Gruhner
Kreisvorsitzender der CDU Saale-Orla