Sommertour der Ministerpräsidentin Lieberknecht durch den Saale-Orla-Kreis
Besuch in Saalburg-Ebersdorf, Blankenstein und Plothen
Die Sommertour unserer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht führte von Saalburg-Ebersdorf nach Blankenstein und über Plothen nach Pößneck. Erste Station war die Klausner Holz Thüringen (KHT) GmbH in Saalburg-Ebersdorf, die sich inmitten der besten Nadelholzwuchsgebiete Europas befindet und zählt heute zu den größten Säge- und Hobelwerken in Europa. 1991 gegründet, wurde das Sägewerk 1996 um ein Hochleistungshobelwerk erweitert. Die Konzentration liegt eindeutig auf der Produktion von standardisiertem Schnittholz für die Bau- und Verpackungsindustrie. Diese Produkte sind vorwiegend für den Export – vor allem für die Märkte in den USA, in Fernost, in Großbritannien und den Niederlanden – bestimmt. |
Zweite Station der Reise im Holzcluster war die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH (ZPR) in Blankenstein. Sie ist eine der modernsten Kraftzellstofffabriken Europas und kann auf eine lange, erfolgreiche Tradition in der Zellstoff- und Papierherstellung zurückblicken. Als Tochterunternehmen der Mercer International Inc., zählt die ZPR mit ihren Schwesterunternehmen, der Zellstoff Stendal GmbH (ZSG) und Zellstoff Celgar Limited (ZCL) in Castlegar/Kanada, zu den größten Herstellern von NBSK-Zellstoff weltweit.
Die Produktionskapazität der ZPR beträgt ca. 330.000 t Kraftzellstoff im Jahr. Die Gesamtproduktion von Mercer International liegt bei ca. 1,48 Mio. Jahrestonnen.
Ende 1999 schloss Rosenthal erfolgreich ein Investitionsprojekt mit einem Gesamtvolumen von ca. 285 Millionen Euro ab. Aufgrund der Modernisierung des Werkes und der Umstellung auf den Sulfatprozess produziert Rosenthal heute auf umweltschonende Weise Kraftzellstoff von höchster Güte. Zusätzlich erzeugt ZPR Wärme und Strom aus nachwachsenden Rohstoffen in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage.
Geschäftsführer Leonhard Nossol führt der Ministerpräsidentin das Transportproblem der ZPR vor Augen, dem sich das Unternehmen ständig stellen muss. So beziehe die ZPR das ganze Jahr über Holz aus Tschechien, das im Nachbarland mit der Bahn derzeit nur bis Asch transportiert werden könne. Dort müsse das Holz auf Lkw verladen werden, das von Asch bis Blankenstein ausschließlich auf Straßen durch die Region gefahren werde. Für die ZPR sei daher sowohl ein Lückenschluss zwischen Asch und Selb als auch von Marxgrün nach Blankenstein wünschenswert, erklärt Nossol. Der ZPR-Geschäftsführer bedauert, dass die Schienen-infrastruktur derzeit noch immer den Stand der deutschen Teilung widerspiegele. Im Vergleich zu anderen Großprojekten ließe sich mit diesen beiden kurzen Bahnstrecken mit einem verhältnismäßig geringen Kostenaufwand ein großer Nutzen erzielen, betont Nossol. Die ZPR sei bereit, ihre Werksgleisanlage zu erweitern, um längere Züge entladen zu können, wenn eine direkte Anbindung nach Süden zur Verfügung stünde.
Dritte Station war das Plothener Teichgebiet, wo sich die Ministerpräsidentin am Infopunkt u.a. in das Gästebuch eintrug. Weiter ging die Reise nach Pößneck. |