CDU wirft Kreisverwaltung zögerliches Verhalten vor
Veräußerung der Krankenhäuser müsse bis
Jahresende erfolgen
Bis zum Jahresende müsse die Veräußerung der Krankenhäuser
in Schleiz und Pößneck abgeschlossen werden, "ansonsten
haben wir echt ein Problem", äußerte CDU-Kreisvorsitzender
und Landtagsabgeordneter Siegfried Wetzel während des CDU-Podiumsgespräches "10
Jahre Saale-Orla-Kreis" am Freitagabend in Lobenstein.
Erwartungsgemäß kam zur Sprache, dass im "Vertrag über
die Zusammenführung der Landkreise Lobenstein, Pößneck
und Schleiz" die Entwicklung des Krankenhauswesens "unter
Berücksichtigung der drei Standorte Ebersdorf/Lobenstein,
Pößneck und Schleiz" verankert war. "In dem
Vertrag standen explizit diese drei Standorte, dies hatten wir
als Auftrag verstanden", erläuterte CDU-Kreistagsfraktionschef
Thomas Fügmann. Es sei auch gelungen, "die Dinge wirtschaftlich
in der Hand zu halten". Fügmann erklärte aber auch: "Natürlich
hatten wir erkannt, welch schwierige Zeiten kommen." Daher
sei man entschlossen gewesen, im Landratswahlkampf 2000 "die
Wahrheit beim Namen zu nennen", wonach der Eigenbetrieb dieser
drei Krankenhäuser nicht aufrecht zu erhalten sei.
Fügmann hatte als Landrats-Kandidat daher offen die Position
vertreten, eine gemeinnützige GmbH aller drei Häuser
zu gründen. "Vom politischen Gegner wurde ich dafür
nieder gemacht", resümierte Fügmann während
dieser Podiumsdiskussion. Gleichwohl hegte er Zweifel daran, ob
es auch bei einer gGmbH das Ebersdorfer Krankenhaus heute noch
gäbe. Schmerzhaft sei es aber, heute erleben zu müssen,
wie die Krankenhäuser in Pößneck und Schleiz "verschleudert" werden.
Der 1. Beigeordnete Siegfried Schmieder hatte keinen Zweifel,
dass die Schließung in Ebersdorf unumgänglich war. Er
betonte, dass es in erster Linie wichtig sei, "dass die medizinische
Versorgung der Bürger gewährleistet bleibt". In
zwei Jahren werde keiner der Patienten Fragen, wer der Eigentümer
der Krankenhäuser ist. Bis zum Jahresende müssten die
Verträge zur Übergabe der Häuser nach Saalfeld bzw.
Greiz unterschrieben werden. Zögerliches Vorgehen seit drei
Jahren warf MdL Gottfried Schugens in diesem Zusammenhang der Kreisverwaltung
vor.
20.09.2004
|