Saale-Orla-Medaille wird aus Panzerschrank geholt
Neufassung der Verleihungssatzung
Zur Kreistagssitzung am vergangenen Montag in Schleiz wurden per Beschluss die Weichen dafür gestellt, dass die Ehrenmedaille des Saale-Orla-Kreises künftig ihr Dasein nicht weiter im Panzerschrank des Landratsamtes fristen muss.
Einstimmig entsprach der Kreistag einem Antrag der CDU-Fraktion und beauftragte somit Landrat Frank Roßner (SPD), gemeinsam mit der Kreisverwaltung die bestehende Satzung zur Verleihung der besagten Ehrenmedaille zu überarbeiten und dem Kreistag zeitnah zur Bestätigung vorzulegen.
Thomas Fügmann (CDU) bezeichnete in der Begründung des Antrages die derzeit existierende Satzung als nicht so praktikabel, dass man mit ihr zu Ergebnissen kommen könne. "Da ich Mitgestalter dieser Satzung war, gestehe ich den Fehler ein. Er hat nämlich eine politische Komponente, die gehört da einfach nicht hin", stellte Fügmann klar. Wohl keiner im Raum dürfte die Tatsache in Abrede gestellt haben, dass die Gesellschaft in zunehmendem Maße von ehrenamtlichem Engagement in jeder Hinsicht lebt. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion mahnte an, dass es unbedingt gelingen müsse, diese ehrenamtliche Tätigkeit auch in einer würdigen Form entsprechend anzuerkennen.
Deshalb gehört die derzeitige Satzung auf den Prüfstand, muss sie überarbeitet werden. Thomas Fügmann verwies in diesem Zusammenhang auf "ganz ordentliche Satzungen" in anderen Landkreisen, die man sich ja mal anschauen könne. Voll im Konsens sei man mit der SPD-Fraktion im Kreistag darüber, dass der Landkreis in Zukunft wieder die Ehrenmedaille an verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger verleihen und damit insgesamt das ehrenamtliche Wirken würdigen sollte. "Die Verwaltung bekommt damit, wenn wir die Vorlage so durchgehen lassen, freie Hand eine neue Satzung zu erstellen. . .", warb Thomas Fügmann vor der Abstimmung.
Landrat Frank Roßner (SPD) kündigte für den Fall der Zustimmung die Bildung einer Arbeitsgruppe über alle Fraktionen an, deren Mitglieder die Ehrenordnung insgesamt in Augenschein nehmen werden. Dem Anliegen der CDU-Fraktion bezüglich der Notwendigkeit einer verstärkten Anerkennung von ehrenamtlichem Wirken konnte er persönlich nur entsprechen.
Tagesordnungspunkt am Montag im Kreistag war weiterhin eine Neuregelung zur Besetzung von Ausschusssitzen der UBV-Fraktion. Erforderlich wurde dies durch das Ableben von Jürgen Göschka. Per Beschluss wurde entschieden, dass Andreas Eismann Mitglied des Krankenhausausschusses wird. Im Ausschuss für Haushalt, Finanzen und Controlling wird das neuverpflichtete Kreistagsmitglied zukünftig die Funktion des Stellvertreters von Andreas Scheffczyk übernehmen.Die Verwaltung bekommt damit freie Hand, eine neue Satzung zu erstellen. |