Klausurtagung der AG Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz mit Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner
„EU-Direkthilfen über 2013 hinaus“
Carola Stauche ging mit der Arbeitsgruppe Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz in Klausur.
Auf Gut Havichhorst in Münster einigte sich die Arbeitsgruppe Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz auf zentrale Positionen künftiger Agrarpolitik.
„Wir fordern, die Sonderrolle der Land- und Forstwirte beim Klimaschutz endlich anzuerkennen. Beide schützen durch die Bindung von CO2 unsere Umwelt“, erklärt Stauche. „Die Landwirte versorgen die Menschen weltweit mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln. Das schaffen sie nur mit hohen Erträgen auf ihren Äckern. Das ist ein zentraler Auftrag für die Agrarpolitik von morgen.“
Den Kampf um EU-Fördermittel nehmen die Landwirtschaftsexperten auf.
„Das gleiche Geld muss auch nach der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, die ab 2013 greifen soll, fließen“, fordern die Landwirtschaftspolitiker der Union. Einzelheiten zur neuen europäischen Agrarreform sind noch nicht durchgesickert. Landwirtschafsministerin Ilse Aigner kündigte bei der Tagung jedoch an, die Bundesregierung werde sich für verlässliche EU-Fördermittel auch nach 2013 einsetzen.
Stauche stellt klar: „Wenn Mittel wie Betriebsprämien auf der Streichliste stehen, kann Brüssel mit heftigem Protest aus Deutschland rechnen. Einschnitte werden wir nicht hinnehmen.“
Im Gegenzug werde man den Menschen erklären, wofür die Gelder der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik gebraucht werden.
Das Modell der multifunktionalen Landwirtschaft müsse im EU-Haushalt berücksichtigt werden.
Nächste Woche geht es mit dem Agrarausschuss nach Brüssel, um EU-Verantwortlichen klar zu machen, dass deutsche Landwirte weiterhin Hilfen wie bisher aus Brüssel brauchen. |