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„Blamage für Deutschland, nicht für Thüringen“

Zögerliche Haltung vieler Bundesländer hat Auswirkungen

Die zögerliche Haltung vieler Bundesländer, sich am EU-Schulobstprogramm zu beteiligen, hat Folgen: Für das Jahr 2010/2011 bekommt Deutschland nur noch die Hälfte aus Brüssel, nämlich zehn Millionen Euro. Als Grund nannte die Europäische Kommission, dass nur noch sieben Bundesländer an dem Programm teilnehmen. Die übrigen möchten nicht den notwendigen Eigenanteil aufbringen oder kritisieren die bürokratischen Hürden, um Kinder in den Pausen kostenlos mit Äpfeln und Birnen zu versorgen.

„Das ist eine Blamage für Deutschland, aber nicht für Thüringen“, sagt die CDU-Bundestagsabgeordnete Carola Stauche. Es sei eine gute Nachricht, dass Thüringen trotz schwieriger Finanzlage Geld im Haushalt bereitgestellt habe und Thüringer Kinder ab August 2010 eine extra PortionÄpfel und Birnen erhalten.

„Das EU-Schulobstprogramm ist ein sinnvoller Beitrag, umÜbergewicht und durch falsche Ernährung hervorgerufenen Krankheiten vorzubeugen“, sagt die Abgeordnete, die im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz auch Berichterstatterin für Ernährung ist.

„Natürlich kann man meckern und sagen: Was bringt schon das bisschen Obst pro Kind? Doch für viele ist der Apfel in der Schulpause der einzige am Tag, da zu Hause kein Obst in der Schale liegt. Gerade diese Kinder profitieren von solchen Programmen, bekommen Appetit auf Gesundes und ändern ihre Ernährungsgewohnheiten. Mir ist wichtig, dass alle Kinder einen Zugang zu gesunder Ernährung finden“, betont Stauche und fordert die Länder auf, ihren Beitrag zur Gesundheitserziehung zu leisten und auch künftig nicht auf EU-Mittel zu verzichten. „Eine solche Verweigerungshaltung kann dazu führen, dass die EU- Kommission irgendwann kein Geld mehr zur Verfügung stellt. Schaden würde das nur den Kindern.“

Berlin, 30.04.2010
Carola Stauche, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin


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Thomas Fügmann
Landrat im Saale-Orla-Kreis

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Carola Stauche – Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 196, bestehend aus den Landkreisen Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg.
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Siegfried Wetzel
Landtagsabgeordneter im Wahlkreis 33 Saale-Orla-Kreis I und verantwortlich für den Wahlkreis 34 Saale-Orla-Kreis II
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